Bildung und Weiterbildung in der digitalen Gesellschaft

Forschungsgruppe 7

Digitale Technologien und das Internet beeinflussen alle Bereiche des Lebens und stellen grundlegend neue Anforderungen an die Bildung und Weiterbildung. Auf der einen Seite werden neue Technologien wie computergesteuerte Maschinen, Fabrikautomation, Lohnverarbeitungssoftware als Ersatz für Arbeiter eingesetzt. Auf der anderen Seite haben Big Data-Technologien oder Hochgeschwindigkeitskommunikation die Nachfrage von Arbeitnehmer*innen mit bestimmten Fachkompetenzen erhöht. Die Anforderungen an die Fachkräfte und an die Mitarbeiter*innen im Umgang mit neuen Technologien sowie deren Qualifikations- und Kompetenzprofile verändern sich zunehmend.

Herausforderungen für die Forschung

Die entsprechende Kompetenzvermittlung beginnt bereits während der Schul- und der Hochschulbildung und wird innerhalb der Aus- und Weiterbildung fortgesetzt. Dies ist eine Herausforderung für die Forschung auf verschiedenen Ebenen. So muss untersucht werden, welches Wissen und welche Kompetenzen im Rahmen einer digitalen Bildung zukünftig für Menschen in einer digitalen Welt nötig sind. Eine besondere Herausforderung ist hier die soziale Differenzierung der Wissensvermittlung: Je nach Bildungshintergrund, Alter und Nutzungserfahrung müssen praktische Nutzungskenntnisse, technisches Hintergrundwissen oder soziale Folgenabschätzung vermittelt werden, um die hier angelegten Ungleichheitspotenziale zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Im Unternehmenskontext sind bspw. die Diversität innerhalb der Belegschaft sowie ihre demographische Struktur als erfolgskritische Rahmenfaktoren zu betrachten.

Relevante Forschungsschwerpunkte

Diese Herausforderungen stehen im Fokus der Forschung der Forschungsgruppe „Bildung und Weiterbildung in der digitalen Gesellschaft“. Relevante Forschungsschwerpunkte sind dementsprechend die Vorgehensweisen in Schulen bei der digitalen Bildung im Unterricht, die Möglichkeiten zur Gestaltung digitaler Sebstlernangebote sowie die Vermeidung der Entwertung beruflicher Qualifikationen und Fähigkeiten von bestimmten Beschäftigtengruppen und die Unterstützung der Aufwertung beruflicher Qualifikationen. Diese werden mithilfe empirischer und technisch-konstruierender Methoden adressiert, wie z. B. die Erhebung und Analyse der Dimensionen der digitalen Bildung in den Schulen sowie die Konzipierung individualisierter und gruppenbasierter Lehr- und Lernszenarien mit Erprobung in der Laborumgebung des Forschungs- und Anwendungszentrums Industrie 4.0.


Mitglieder der Forschungsgruppe

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Prof. Dr. Norbert Gronau

Principal investigator

 

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Prof. Dr. Niels Pinkwart

Principal Investigator

 

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Dr. rer. pol. Gergana Vladova

Postdoc und Forschungsgruppenleiterin

 

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Janita Gall

Doktorandin

 

 

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Leo Sylvio Rüdian

Doktorand

 

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Linus Willeckes

Studentische Hilfskraft

 

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Malte Teichmann

Studentische Hilfskraft