Digitale Technologien und Wohlbefinden

Forschungsgruppe 9

Soziale Medien und digitale Technologien verändern die Art und Weise wie wir arbeiten, unsere Freizeit verbringen und wie wir miteinander interagieren und kommunizieren. Da diese Technologien zunehmend unsere täglichen Routinen durchdringen, stellt sich die Frage nach der Bedeutung und den langfristigen Konsequenzen dieser Veränderungen. Während Befürworter einen starken Optimismus äußern, der den Einsatz dieser Technologien mit signifikanten Vorteilen sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene verbindet, fürchten die Gegner Risiken wie Informationsüberflutung, Abhängigkeiten, Abnahme der Aufmerksamkeitsspanne und Verlust der Privatsphäre.

Individuelle und gesellschaftliche Folgen der Nutzung digitaler Technologien

Trotz erheblichen öffentlichen Interesses, gibt es in der aktuellen Forschung noch kein vollständiges Verständnis über die Auswirkungen der Nutzung digitaler Technologien und sozialer Medien auf das Wohlbefinden, Verhalten, Entscheidungsprozesse und Wahrnehmungen von Nutzer*innen. Ziel der Forschungsgruppe 9 ist es, im Hinblick dieser Kontroversen die langfristigen individuellen und gesellschaftlichen Folgen der Nutzung digitaler Technologien zu erforschen. Insbesondere soll hierbei untersucht werden, inwieweit die Verwendung von Smartphones und sozialen Medien Nutzer*innen auf mehreren Dimensionen beeinflussen. Hierbei stehen neben der allgemeinen Gesellschaft auch besondere Statusgruppen mit speziellen Charakteristika im Vordergrund, insbesondere Kinder, Jugendliche und Senioren. Auch die Verwendung von Smartphones im Arbeitsumfeld und der damit verbundenen Aufweichung der Grenzen zwischen Beruf und Privatem ist bisher wenig erforscht und soll im Fokus der Forschung stehen.

„Quantified Self“-Bewegung

Im Zuge der „Quantified Self“-Bewegung wird die Verwendung von Wearables zur Aufzeichnung und Analyse von physischen Eigenschaften und alltäglicher Gewohnheiten ein weiterer Teil des Forschungsprogrammes darstellen. Hierbei sollen sowohl der Einfluss der Nutzung von Wearables auf den Gesundheitszustand und das Wohlbefinden als auch die Privatsphäre-Bedenken von Nutzer*innen dieser Technologie im Vordergrund stehen.

Einfluss sozialer Medien

Zusätzlich plant die Forschungsgruppe, basierend auf Daten sozialer Medien und unter Verwendung longitudinaler Analysen, quantitativer und qualitativer Forschungsansätze sowie Methodiken des maschinellen Lernens die Meinungen, Wahrnehmungen, Stimmungen und das Wohlbefinden von Nutzer*innen zu untersuchen. Dabei können Verhaltensmuster, unerwünschte Entwicklungen und Risikogruppen identifiziert werden, um daraus Handlungsempfehlungen und Implikationen ableiten zu können.

Mitglieder der Forschungsgruppe

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Prof. Dr. Hanna Krasnova

Principal Investigator

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Dr. Annika Baumann

Forschungsgruppenleiterin

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Dr. Fenne große Deters

Postdoktorandin

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Anita Hildenbrand

Forschungsgruppenassistentin

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Hannes-Vincent Krause

Doktorand

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Katharina Baum

Doktorandin